06.01.2026
Online-Medienseminar
„Resilienz stärken für den Lehrberuf"
Am 06.01.2026 habe ich den Online Workshop „Resilienz stärken für den Lehrberuf – und für den Unterricht“ im Rahmen eines Medienseminars des Bildungsministeriums MV durchgeführt und wurde dabei online durch eine medienpädagogische Multiplikatorin unterstützt.
Im Fokus stand die Frage, wie Lehrkräfte in einer von digitalen Medien geprägten Schul- und Lebenswelt innere Stabilität aufbauen und gleichzeitig Schülerinnen und Schüler dabei begleiten können, ihre Widerstandskraft zu stärken. Grundlage war das Resilienzkonzept nach Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse.
Vertieft wurden insbesondere Selbst- und Fremdwahrnehmung, Selbstwirksamkeit, Sinnfindung und Zielanpassung – Faktoren, die im schulischen Alltag und in digitalen Entscheidungssituationen unmittelbar wirksam werden.
Ergänzend haben wir die Entwicklung emotionaler Intelligenz thematisiert, weil sie zentrale Schnittmengen mit Resilienz hat: Emotionen wahrnehmen, benennen, regulieren, Perspektiven einnehmen und Beziehungen konstruktiv gestalten.
Mein Fazit: Wirksame Medienbildung benötigt mehr als Methoden und Tools – sie wird tragfähig, wenn sie die Persönlichkeits- und Beziehungskompetenzen stärkt, die Lehrkräfte und Lernende auch unter digitalem Druck handlungsfähig halten.
07.10.2025
Fachtag
„Pornografie begegnet Resilienz – digitale Jugendwelten positiv begleiten“
Ein wichtiger Diskurs!
Am 07. Oktober 2025 waren wir bei der Fachtagung „Pornografie begegnet Resilienz – digitale Jugendwelten positiv begleiten“ mit einem Vortrag und zwei Workshops vertreten. Unser Fokus lag zunächst auf den möglichen Gefahren, die von Pornografie für Kinder und Jugendliche ausgehen.
Ziel war es, Pornografie pädagogisch und entwicklungspsychologisch begründbar als Risikofaktor zu definieren – nicht moralisierend, sondern auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und resilienzorientierter Perspektiven.
Pornografie als Risikofaktor
In unserer Analyse haben wir verschiedene Ebenen möglicher Belastungen betrachtet, die sich aus der Konfrontation mit pornografischen Inhalten ergeben können:
- Erkrankungsrisiken: mögliche Entwicklung von Suchtverhalten oder depressiven Symptomen, wenn Pornografie zur Spannungsregulation oder als Ersatz für Nähe genutzt wird.
- Isolation und Bindungsprobleme: Rückzug aus realen Beziehungen und Schwierigkeiten, Vertrauen und emotionale Nähe aufzubauen.
- Überforderung durch Erregung: Kinder und Jugendliche können mit der ausgelösten Erregung überfordert sein, wenn ihnen die Reife fehlt, diese einzuordnen.
- Entwicklungsbeeinträchtigungen: pornografische Inhalte können andere Entwicklungsaufgaben überlagern,
- Mögliche Traumatisierung: die Konfrontation mit nicht altersgerechten oder gewaltgeprägten Darstellungen kann seelische Verletzungen verursachen.
Diese Perspektiven zeigen, dass Pornografie als ernstzunehmender Risikofaktor im Rahmen des Resilienzkonzeptes verstanden werden sollte.
Resilienzfaktoren als Schutzrahmen
Im Rahmen unseres Vortrags haben wir alle sieben Resilienzfaktoren in Bezug auf die Herausforderungen durch Pornografie betrachtet und konkrete Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Dabei wurde deutlich, dass Resilienzförderung nicht nur Schutz vor Risiken bietet, sondern Kinder und Jugendliche auch befähigt, eigene Werte, Grenzen und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu entwickeln.
Vom Wissen zur Praxis – die Workshops
In den anschließenden Workshops haben wir drei Resilienzfaktoren und einen zentralen Schutzfaktor vertieft:
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Selbststeuerung
- Sinnfindung und Zielanpassung
- sowie als Schutzfaktor: die emotionale erwachsene Bezugsperson.
Anhand praktischer Übungen konnten die Teilnehmer erleben, wie diese Faktoren im pädagogischen Alltag gestärkt werden können – etwa durch Reflexionsanregungen, Beziehungsarbeit und gezielte Förderung emotionaler Selbstregulation. Der Austausch zeigte, wie wertvoll es ist, Kindern und Jugendlichen Sicherheit, Orientierung und Gesprächsräume in digitalen Themenfeldern zu bieten.
Fazit
Als Fazit sehen wir die Vermittlung von digitaler Ethik als zentrale Voraussetzung, um junge Menschen zu verantwortungsvollen Akteuren in der digitalen Welt zu befähigen.
Gleichzeitig verstehen wir Resilienz als ein Schutzschild für den mentalen Zustand von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – als Fähigkeit, Herausforderungen im digitalen Raum zu reflektieren, zu bewältigen und daran zu wachsen.
Nur durch die Verbindung von digitaler Ethik und Resilienzförderung können wir junge Menschen wirksam auf die komplexen Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten.
26.02.2025
Fachtag
„Sexuelle Übergriffe im digitalen Raum – junge Menschen stark machen!“
Danke für wertvolle Impulse beim Präventionstag!
Die Herausforderungen unserer Zeit machen Präventionsarbeit wichtiger denn je – sowohl im digitalen Raum als auch im täglichen Leben. Umso mehr freuen wir uns, dass wir am 26.02.2025 Teil des Fachtages „Sexuelle Übergriffe im digitalen Raum – junge Menschen stark machen!“ sein durften.
Mehr zum Fachtag
In unserem Workshop zum Thema „Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“ – Resilienz als Antwort auf Herausforderungen in der digitalen Welt wurde einmal mehr deutlich, wie essenziell es ist, Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in ihrer mentalen Widerstandskraft zu stärken. Resilienzförderung kann eine entscheidende Rolle spielen, um Menschen dabei zu unterstützen, Herausforderungen selbstbewusst zu begegnen und Risiken im digitalen Raum zu bewältigen.
Ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter, das MPZ und alle Teilnehmenden für den wertvollen Austausch! Solche Gelegenheiten sind von unschätzbarem Wert, da sie den Dialog fördern, Wissen teilen und neue Netzwerke für nachhaltige Präventionsarbeit schaffen.
Pressemitteilung der Landesregierung
Ein besonderer Dank an die FHM
Ebenso möchten wir uns bei der FHM – Fachhochschule des Mittelstands bedanken, deren praxisnahes Studium und inspirierende Management-Impulse dazu beitragen, dass aus innovativen Ideen konkrete Projekte entstehen. Die Kombination aus Theorie und Praxis ist eine wertvolle Grundlage, um nachhaltige Konzepte für Resilienz und Prävention zu entwickeln.
Die gesammelten Erfahrungen aus dem Präventionstag bestärken uns darin, neue Wege zu gehen und die Resilienzförderung weiterzudenken. Gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag leisten, um junge Menschen und Erwachsene auf die Herausforderungen unserer Zeit vorzubereiten.
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und darauf, Resilienz gemeinsam in die Zukunft zu tragen!